Philosophie
„Stell Dir vor, es ist Olympia und keiner geht hin...“
Mit diesem, vom früheren VNG-Marketingdirektor Dr. Wolfgang Zöllner leicht abgewandelten Brecht-Zitat, begann 2004 das Projekt Verbundnetz für den Sport, mit dem die VNG – Verbundnetz Gas AG Leipzigs Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 unterstützen wollte.
Bisher hat die VNG über 2 Millionen Euro für dieses Projekt zur Verfügung gestellt. Erfolgreich - was bisher 5 Gold-, eine Silber und vier Bronzemedaillen dokumentieren.
Das Konzept „Verbundnetz für den Sport“ wurde unter Leitung des Sportmanagers Bernhard Bock in einer Projektgruppe erarbeitet, in der u. a. die Olympiasieger/-in und Weltmeister Kerstin Förster, Jens Weißflog, Frank-Peter Roetsch, Jens Fiedler und Karl Link vertreten waren.
„Wir haben ganz sicher kein Nachwuchsproblem “
Frank-Peter Roetsch
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht erfolgreiche Juniorensportlerinnen und Sportler so zu unterstützen, dass diese sowohl die obligatorische Durststrecke in sportlicher Hinsicht, als auch den Schritt des Erwachsenwerdens gut überstehen und in möglichst kurzer Zeit den angestrebten Erfolg haben. Das macht nur Sinn, wenn wir uns mit jedem einzelnen Sportler individuell beschäftigen. Und für „wir“ stehen in unserem Fall ehemalige, hocherfolgreiche Sportler, die Patenschaften übernehmen.
Unsere „Ehemaligen“ kümmern sich persönlich um die Belange des Nachwuchses und zwar so, als wären sie die älteren Geschwister unserer Nachwuchssportler.
Zurzeit arbeiten folgende neun Paten in dem Projekt mit: Birgit Fischer, Kerstin Förster, Frank-Peter Roetsch, André Lange, Uwe-Jens Mey, Jens Weißflog, Robert Bartko, Sven Ottke und Geher-Olympiasieger Hartwig Gauder.
Unsere Olympioniken in spe ...
Gefördert werden junge Sportler, die heute schon in der Lage sind sich für große internationale Wettkämpfe zu qualifizieren und die das Potenzial haben bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen Medaillen zu gewinnen. Die Auswahl erfolgt über die Olympiastützpunkte. Jeder der acht ostdeutschen Stützpunkte schlägt Kandidaten vor.
In Einzelgesprächen der Sportler, mit Trainer, OSP-Leiter, Pate und Projektleiter wird die persönliche Situation des Sportlers erörtert und eruiert, ob und wie er gefördert werden kann. Es werden gemeinsam Förderanträge (Zuschüsse für Trainingslager, Miete, Sportgeräte etc.) formuliert, die dann von einer Kommission freigegeben werden.
Mit den geförderten Sportlern werden Zielvereinbarungen geschlossen. Wer seine Ziele erreicht wird auch weiterhin gefördert und wird als „Siegerehrung“ zusätzlich eine Woche in den Champions Club eingeladen.
Bei den Olympischen Spielen in Athen, in Turin und in Peking war das Projekt erfolgreich.
Yvonne Bönisch (Judo) und Michael Rösch (Biathlon), Britta Steffen (Berlin/Schwimmen) und Fanny Fischer (Potsdam/Kanu) gewannen Gold.
Der Berliner Wasserspringer Patrick Hausding gewann Silber vom Turm und Bronzemedaillen gab es für Stephanie Schiller (Potsdam/Rudern), Anja Mittag (Potsdam/Fußball), Norman Bröckl (Berlin/Kanu) und Maximilian Levy (Cottbus/Radsport).
Jedes Jahr werden für die „Besten der Besten“ von einer Jury (Paten und Projektleitung) gewählt und die VNG vergibt dann folgende Förderpreise:
1 x 7.500.- €
1 x 5.000.- €
1 x 2.500.- €
London – Here we come …
Die Taufe
Das Konzept sowie die geförderten Sportlerinnen und Sportler wurden am 29. April 2004 bei einem Festakt im Alten Rathaus zu Leipzig geladenen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport, den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die erste Ernennungsurkunde erhielt der Boxer Stefan Köber (OSP Brandenburg).
v.l.n.r.: Peter Kossow (Laufbahnberater OSP Brandenburg), Kerstin Förster (Patin), Stefan Köber und Prof. e. h. Dr. Klaus-Ewald Holst (Vorstandsvorsitzender der VNG - Verbundnetz Gas AG).
Mit dem Verbundnetz für den Sport hat die VNG ihren Netzwerk-Gedanken um einen weiteren Baustein erweitert. Im gesellschaftlichen Bereich unterstützt das von ihr initiierte Verbundnetz der Wärme Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einsetzen. Im politischen Bereich bildet das Verbundnetz für kommunale Energie eine Diskussionsplattform für kommunale Interessen.
